Twitter – 140 Zeichen zur schnellen Kommunikation - geliebt, gehasst, aber allemal heiß diskutiert!
Seit einigen Monaten nenne ich eine Twitter- Account mein Eigen, und auch für die “Self!Service lite” News & Updates existiert ein solcher.
Nun, heute nach dem 200sten Tweet (folge derzeit 64, werde von 43 “verfolgt”) ein kurzes, persönliches Resümee :
- unterhaltsamer Zeitvertreib – wenn man viel Zeit übrig hat
- “nebenbei twittern” gestaltet sich als sehr schwierig, vor allem bei direkter Kommunikation
- Suchtfaktor – je nach Persönlichkeit - groß!
- informative Wissensquelle – wenn man den passenden Twitterer (oder wie das heißen mag) folgt – teilweise sogar sehr informativ!
- absolut genial zum Knüpfen von Kontakten zu Gleichgesinnten / Gleichinteressierten
- direkte Meinungsaustausch und gegenseitige Hilfe
- leider auch hier bereits die ersten Spammer unterwegs
- die Auswahl derer denen man folgt bedarf ständiger Korrektur – so mancher interessante Twitterer entpuppt sich schnell als Jammerer / “Phrasendrescher” / “Nichtssager” / …
- “Open your mind” – nichts ist internationaler, schneller und aktueller als Micro- Blogging
Auf jeden Fall bleibt Twitter ein Bestandteil meines WWW- Lebens, auf jeden Fall ein Teil des Marketings, mit Sicherheit aber gute Quelle für Informationen und Kontakte!





Anne-Kathrin 07.02.2009 - 18:53 Uhr
Eigentlich habe ich meinen Twitteraccount nur, um meine ganzen negativen Vorurteile weiter beibehalten zu können… ;-)
Mein erstes Resumée war dementsprechend etwas ernüchternd. Ich muss allerdings sagen, dass ich meine Meinung langsam ändere.
Deine Einschätzung kann ich voll und ganz unterschreiben.
Das Spamproblem wird eklatant, wenn man “marketingträchtige” Begrifflichkeiten verwendet. Wie überall.
Du schreibst, du möchtest es weiter zum Marketing nutzen.
Leider schreibst du nichts “Bewertendes” dazu und leider schreibst du nicht, ob und wo du da die Probleme bzw. Chancen siehst. Das fände ich sehr interessant, denn gerade im IT Bereich halte ich Twitter nur für bedingt Marketing-fähig.
R. Boegl / kick-image.at 07.02.2009 - 19:42 Uhr
Hallo Anne-Kathrin
Negative Vorurteile sind nie gut, alleine schon die Bezeichnung “Vorurteile” sollte zu denken geben…
hierzu ebenfals ein ;-)
Was Marketing mit Twitter betrifft bin ich grad am Anfang, ich habe also noch kaum Bewertungen oder Probleme diesbez..
Chancen sehe ich hierbei aber durchaus! Die neue US- Lichtgestalt Obama hat es ja vorgemacht: eine viertel Million Follower haben mit Sicherheit die Wahl im Kleinen mit beeinflußt.
Und das sollte auch mit anderen “Produkten” möglich sein: ich suche mir die “passenden Follower”, hoffe auf ein “Rück- Verfolgen” – bzw. tue einiges dafür, und der Kontakt ist geknüpft. Dann noch Tweets zum Produkt, ev. direkte Kommunikation und das Interesse sollte geweckt sein.
Meine Erfahrung in meiner doch eher kurzen Twitter- Zeit ist, das viele “IT-ler” das Tool absolut zur Kommunikation nutzen. In meinem/unseren Fall bzw. unser Produkt betreffend ist dies nat. ein Glücksfall, sind diese doch genau unsere Zielguppe (unser CMS wäre damit gemeint ;-)).
Und auch schon einige hoffnungsvolle Kontakte wurden geknüpft, aktuell (und so was kann sich ja schnell ändern – siehe “Second-Live”) würde ich Twitter doch als potentielles Marketing- Tool einschätzen, zumindest ist Twitter derzeit IMHO diesbez. nicht vernachlässigbar.
Und wie so oft: es ist das was man draus macht!
P.S.: Ändere Deine Meinung bez. Twitter! Mit den richtigen Kontakten, denen Du folgst sind VIEL Infos / Tipps / Tuts / … garantiert ;-). Ich bin kein absoluter Twitter- Fan, weiß aber die Vorteile zu schätzen…
P.S.S.: lt. http://twitter.com/medamind bist Du ja auch nicht ganz inaktiv ;-)
kerni 07.02.2009 - 20:07 Uhr
“ich suche mir die “passenden Follower”, hoffe auf ein “Rück- Verfolgen” – bzw. tue einiges dafür, und der Kontakt ist geknüpft. Dann noch Tweets zum Produkt, ev. direkte Kommunikation und das Interesse sollte geweckt sein.”
- hast du dich damit nicht selber ausgebootet?
R. Boegl / kick-image.at 07.02.2009 - 20:12 Uhr
??
Nein, Warum?
Wenn das Produkt für den Kontakt interessant ist ist der Weg dazu (sofern er nicht nervend o.ä. ist) egal!
Diesbez. habe ich schon Erfahrung – “Danke das Sie mich mehrmals darauf hingewiesen haben” ist sicher der Einzelfall, aber “wenns passt – passts”.
Es wird ja auch nicht ein Besucher / Kunde überredet oder “über den Tisch gezogen” – “das kann ich zu diesen Konditionen bieten” ist im Geschäftsleben absolut normal!
kerni 07.02.2009 - 20:17 Uhr
und das das wer liest stört dich nicht?
R. Boegl / kick-image.at 07.02.2009 - 20:28 Uhr
Ähm, ich kann Dir nicht ganz folgen?!
Was ist daran verwerflich per Twitter seine Zielgruppe zu suchen / finden und diese mit Infos zu versorgen?
User zu verfolgen oder nicht zu verfolgen liegt ausschließlich im Ermessen des einzelnen Betroffenen, wenn er etwas für interessant hält soll er folgen, wenn es ihm reicht kann er blocken…
Direkter, einfacher und selbst bestimmbarer geht es wohl nicht?!?!
P.S.: Hast Du einen Twitter- Account? Weißt Du um dessen Möglichkeiten?
kerni 07.02.2009 - 20:33 Uhr
also ich find das nicht ok: ich such mir jemanden der eventuel interesse haben könnte und bombardiere ihn solange mit angboten bis er ja sagen muss – tolle moral
R. Boegl / kick-image.at 07.02.2009 - 20:48 Uhr
Das bekräftigt mich in meiner Meinung das Du wenig Ahnung von Twitter hast – noch weniger als ich ;-)
Fallstudie: ich finde eine Webagentur die mein Produkt meines Erachtens nach interessant finden könnte – ich füge sie zu meinen “Verfolge diese”- Kontakte hinzu – nun hat die besagte Agentur die Möglichkeit, Infos über mich oder mein Produkt oder whatever einzuholen oder mich einfach links kiegen zu lassen oder mich in den erlauchten Kreis der eigenen “Follower” aufzunehmen. von niemanden beeinflussbar, absolut rein selbst bestimmt!
Wenn ich nun in diesem besagten Kreis aufgenommen wurde ist kongret der Wille nach mehr Information gegeben!
“Bombardiert” wird danach nichts, Produkt- Informationen – auch über Neuerungen oder Erweiterungen – sind dann aber absolut erwünscht oder können mit einem klick wieder abgestellt werden.
Wo sind da jetzt Deine Bedenken bez. Moral???
P.S.: Das Geschäftsleben existiert nur aufgrund von Angebot und Nachfrage – um ersters geht es bei dieser doch etwas fruchtlosen um nicht zu sagen unnötigen Diskussion…
kerni 07.02.2009 - 20:55 Uhr
für mich is das spam
R. Boegl / kick-image.at 07.02.2009 - 21:03 Uhr
:-)) – ich wundere mich das ich da noch lachen kann :-))
Wenn Du wirklich einen Twitter- Account hast, würde es mich freuen wenn Du diesen hier postest. Dann würdest Du bezüglich Entscheidungsfreiheit einiges lernen…
Wenn Du keinen Twitter- Account – also keine Ahnung von der Materie – hast würde es mich nicht wirklich wundern. Aber ich hoffe dann auch auf Dein Verständnis das ich auf Kommentare von dir zu diesem Thema nicht mehr antworte!
Anne-Kathrin 07.02.2009 - 22:05 Uhr
Also Euren Konflikt müsst Ihr selbst austragen… da misch ich mich nicht ein.
Zum Thema marketing (ich lese ja, was du da so schreibst) kann ich nur sagen:
Ich hatte von einem Tag auf den anderen Follower, die bei genauerer Betrachtung ausschließlich Werbung für beispielsweise joomla Templates etc herausgehauen haben. Und das englischsprachig. Ich schreibe deutsch. Die Chance, dass die nicht mal wissen, was ich eigentlich mache, ist groß.
Darauf habe ich keine Lust. Niemand braucht mir Dienstleistungen anbieten, von denen klar sein könnte, dass ich sie auch anbiete. Von denen möchte ich nicht mal verfolgt werden.
Dann auch der Fall – und das geht gar nicht: Man wird verfolgt, findet das Ganze recht interessant, folgt auch, nur am nächsten Tag ist man seinen Follower wieder los. Daran sieht man, dass man nur verfolgt wurde, um selbst zu verfolgen.
Sowas ist natürlich ein no go und solche Leute fliegen raus.
Ebenso wie die, die ständig nur ihr Ding promoten,blödeln oder die fünfte Tasse Kaffee ins Off schicken.
Ich finde aber auch, man muss sich Zeit nehmen, Tweets zu beobachten.
Ich hab beispielsweise echt nicht jeden Tag was Sinnvolles zu sagen. Und vielleicht geht es einigen anderen wie mir: man ist spezialisiert, aber auf mehrere Dinge. Nicht immer hat man also etwas zu sagen, das alle Follower anspricht.
Meine Meinung in bezug auf IT und Marketing ging übrigens dahin, dass ich via Twitter alles Mögliche finde, im Zweifel aber nicht den Endkunden. Kooperation etc. – das auf jeden Fall.
In deinem Fall ist es B2B – eine andere Sache. Ich bin trotzdem oder genau deshalb skeptisch. Corporate Blogs haben es schon schwer. Da muss man sicher auch als Twitterer aufpassen…
Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass man sich mit Sympathie und Kompetenz mehr Freunde schaffen kann als mit der Guerilla Schiene und dass das der Aspekt ist, den man im Hinterkopf behalten muss.
Verwerflich find ich das alles aber nicht. Wer nicht gut ankommt, wird durchgereicht. Glaube ich.
Anne-Kathrin 07.02.2009 - 22:09 Uhr
Vielleicht noch ergänzend: es gibt Twitterer, die posten viertelstündlich High Quality, stehen mitten in ihrem Business, aber ihre Tweets haben nichts mit ihnen selbst zu tun (bzw. nur ein Bruchteil davon), sondern mit einem Thema.
Woher die die Zeit nehmen, frage ich mich da zwar. Trotzdem muss ich sagen: sowas finde ich richtig gut und wahrscheinlich ist das eine gelungene Variante des Selbstmarketing.
R. Boegl / kick-image.at 08.02.2009 - 09:21 Uhr
Hallo Anne-Kathrin
Ich habe schon überlegt, den Troll nicht zu füttern, aber eine Antwort verdient meiner Meinung nach jeder – bis zu einem bestimmten Punkt ;-)
Was die üblichen Twitterer betrifft gebe ich dir vollkommen recht. Die kleine Gruppe, der ich folge (inkl. Dir ;-)) ist wohl sortiert bzw. wird ständig überarbeitet. Ich denke dies macht jeder so: zuerst einmal einigen interessanten Gleichgesinnten folgen, die denen diese folgen ev. dazunehmen und dann mal mitlesen. Viele sind bei mir wieder rausgeflogen, einige später wieder dazu gekommen,…
Und auch schon viele, die mich als Follower erwählten entpuppten sich als Glücksfall. Hier lese ich meist eine Weile mit und dann…
Das ist ja das schöne daran – man hat es selber in der Hand (das versuchte ich ja kerni zu erklären ;-)).
Und da sind leider auch noch die reinen “Werbe- Tweets”, die man getrost als Spammer bezeichnen kann. Rauswerfen geht schnell…
Was Marketing mit Twitter betrifft hatte ich schon etwas mehr Glück. In meiner kurzen Twitter- Karriere konnte ich schon einen “Endkunden” gewinnen, und auch einige Kollegen zeigten Interesse an meinen Produkten, obwohl – oder gerade deswegen – ich kaum Werbung “twittere”.
Wie überall in der Werbung gilt es ein Produkt vorzustellen – auf die eine oder andere Art, nervig, andauern und penedrant oder in der Form “schau mal, da gibt es was”. Mir ist es schon oft passiert das in einem Tweet (oder auch in einem Blog) ein Produkt vorgestellt wurde – durchaus auch das eigene Produkt des Autors – an das ich mich später erinnerte und nutze bzw. weiter empfohlen habe.
Ich sehe daher durchaus eine Chance, mit Twitter Marketing zu betreiben. Die Art und Weise ist sicher ausschlaggebend, und auch eher in “begleitender Form” – aber doch.
Stefan Petersen hat in seinem Blog (http://www.web-ideas.de/category/marketing/) einen interessanten Artikel geschrieben – “Social Media Marketing als Chance”. Da wird Twitter zwar nicht kongret erwähnt, ist aber sicher zum Teil auch da anwendbar.
Christoph 13.02.2009 - 17:40 Uhr
Meiner Meinung nach hat Marketing viel mit Kontaktpflege und Kommunikation zu tun. Mit den richtigen Followern ist da Twitter ein geniales und schnelles Instrument.
Christoph