Mit einer Anstecknadel (o.ä.) zu einem Thema Stellung zu beziehen oder seine Unterstützung kundtun gibt es schon länger – das Stichwort wäre “Ribbon”. Wer kennt sie nicht, die “Aids- Schleifen”….
Das dies bei einer der erfolgreichsten”Social Media”- Plattformen – also Twitter – auch möglich werden wird, war wohl nur eine Frage der Zeit.
Der Onlinedienst “Twibbon” (www.twibbon.com) wurde genau für dies eingerichtet.
Zur Zeit stehen dort 1372 Kampagnen zur Unterstützung bereit, und jederzeit und von jedem kann eine neue gestartet werden. Von PC-oder Mac- User- Bekundigungen, privaten und sozialen Interessen bis hin zur Kampagne “IE6 Must Die” ist beinahe alles zu finden.
Letztere wollen wir uns als Beispiel etwas genauer ansehen.
Die Kampagne “IE6 Must Die” setzt sich gegen die Nutzung des Browsers (sofern dieses Vehikel diese Bezeichnung noch verdient) “Internet Explorer Version 6″ ein. Ein verständliches Unterfangen, wenn man die Sicherheitslöcher und Fehlinterpretationen/ -darstellungen kennt.
Will man dies unterstützen wird einfach die Seite http://twibbon.com/join/IE6-Must-Die aufgerufen.
Dort gibt manUsername und Passwort des eigenen Twitter- Accounts an (laut Seite ist Datenschutz garantiert (hoffentlich ;-)…) und schon bekommt das eigene Userbild einen neuen Anstrich: ein kleines Icon unten rechts.
Das sieht dann so aus:

Zusätzlich wird automatisch ein Twitter- Post in den eigenen Account geschrieben:
“Support IE6 Must Die, add a #twibbon to your avatar now! – http://twibbon.com/join/IE6-Must-Die”
Das war es schon wieder, ab nun ziert das eigene Userbild dieses “Ribbon”. Aber keine Angst, dies ist natürlich widerrufbar! Zwar nicht über die Twibbon- Site, aber das Hochladen eines neuen (des alten) Avatar überschreibt das veränderte Bild natürlich. Twibbon ist also auch für “Wankelmütige” einen Versuch wert ;-)
Und bevor sich der eine oder andere SEO hier irgendwelche Vorteile in Bezug auf “Linkjuice” o.ä. erhofft: auf der Twibbon- Seite wird nur der modifizierte Avatar angezeigt, die Verlinkung verweist nur auf ein internes Profil mit kaum Aussage und keinem Link zum Twitter- Profil oder woanders hin.
Wie es sich für eine Web 2.0- Anwendung gehört: auch ein “Embed Code” für die Weiterverbreitung der Kampagne wird bereit gestellt, in unserem Beispiel sieht das dann so aus:
Mit einfachen Mitteln Stellung zu beziehen war wohl nie so einfach, die Existenz eines eigenen Twitter- Accounts mal vorausgesetzt. Und auch den Beteuerungen bez. Datenschutz bei Beitritt zu einer Kampagne sollte man vertrauen… ;-)




